Die organisierenden Ingenieurshochschulen

Chimie ParisTech

Chimie ParisTech (Ecole Nationale Supérieure de Chimie de Paris), 1896 von Charles Friedel gegründet, bildet Chemieingenieure aus, die sowohl über solide wissenschaftliche Kenntnisse als auch Kompetenzen im Bereich Management verfügen und bereits erste Arbeitserfahrungen gesammelt haben. Bereit für die internationale Arbeitswelt, sprechen alle Absolventen fließend Englisch sowie häufig eine zweite Fremdsprache. Der Großteil unter ihnen absolvierte bereits ein Praktikum im Ausland oder nahm an einem akademischen Austausch teil.

Die Hochschule bietet:

- Eine wissenschaftliche und technische Ausbildung auf hohem Niveau verbunden mit einer umfangreichen Laborpraxis sowie Stärkung der Soft Skills,

- Weltoffenheit, durch soziale und kulturelle Vielfalt unserer Studierenden und soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung.

Während eines gemeinsamen Bildungswegs innerhalb der ersten zwei Jahre festigen die Studierenden der ENSCP- ParisTech ihre naturwissenschaftlichen und technischen Kenntnisse. Im dritten Jahr wird eine Spezialisierung gewählt (Molekularchemie, Materialwissenschaft, Prozesse der Chemieindustrie, Nuklearchemie, Erneuerbare Energien, Naturstoffchemie und Kosmetik, Analytik oder Umweltwissenschaften), die mit einem Masterabschluss verbunden werden kann. Eine projektbasierte Lehre während der gesamten Ausbildung wird durch lange Praxisphasen am Ende des zweiten und dritten Studienjahres, die in Unternehmen oder in der Forschung, im Ausland oder in Frankreich absolviert werden können, ergänzt. Während der gesamten Ausbildungszeit werden Kurse im Bereich Management und Unternehmensführung angeboten.

Chimie ParisTech ist Mitglied der Vereinigung Paris Tech (Institut des sciences et technologies de Paris) sowie der Exzellenzinitiative Paris Sciences et Lettres (PSL Research University).

ESPCI Paris

In einer Welt, in der Forschung und Innovation unentbehrlicher Antrieb der Wirtschaft sind, tritt die 1882 gegründete Ecole Supérieure de Physique et de Chimie Industrielles (ESPCI ParisTech) in die Fußstapfen von Marie und Pierre Curie, Paul Langevin, Georges Charpak und Pierre-Gilles de Gennes. Sie bildet vielseitige und innovative Ingenieure in den Bereichen Physik, Chemie und deren Schnittstelle mit der Biologie aus, die auch über Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Verwaltung und Finanzwirtschaft verfügen.

Die Studierenden werden aus sieben verschiedenen Vorqualifikationen ausgewählt, was eine bele­bende Vielfältigkeit schafft. Auch die soziale Diversität wird nicht vernachlässigt, da zurzeit 38% der Studierenden Stipendien nach sozialen Kriterien erhalten.

Die auf Forschung und praktische Ausbildung ausgelegte Lehre beginnt ab dem ersten Studienjahr mit Laborpraktika und beinhaltet Forschungsprojekte im dritten Jahr sowie ein sechsmonatiges Industriepraktikum, das zu 60 % im Ausland absolviert wird. Das abschließende vierte Studienjahr bietet genügend Gestaltungsspielräume für Doppeldiplome und weiterführende Qualifikationen und stellt so ein Sprungbrett in die Berufswelt dar. Die Studierenden haben zudem die Möglichkeit in das zweite Jahr eines Masterstudienganges, in Frankreich oder im Ausland, einzusteigen oder eine anwendungsorientierte Hochschule (Ecole d’application) zu besuchen. Etwa 60 % der Absolventen setzen ihre Ausbildung mit einer Promotion fort.

ENSIC

Die 1887 gegründete Ecole Nationale Supérieure des Industries Chimiques de Nancy (ENSIC) ist eine der wenigen Hochschulen, die auf hohem Niveau Ingenieure mit einer Doppelqualifikation in Chemie und Verfahrenstechnik ausbildet.

Diese multidisziplinäre Herangehensweise, verbunden mit einer internationalen Ausrichtung, befähigt die Absolventen der Hochschule in allen großen Industriebereichen zu arbeiten. Dank der engen Zusammenarbeit mit etwa 60 Unternehmen bildet die ENSIC Ingenieure aus, die in den unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. Chemie, (Atom-)Energie, Ingenieurwesen, Metallurgie, Agro-und Lebensmittelchemie sowie Pharmazie, sehr gefragt sind.

Die Studierenden profitieren vom hohen Stellenwert, der den wissenschaftlichen und technischen Anwendungen zugesprochen wird. Dies wird durch die enge Kooperation mit zwei Forschungslaboren von internationalem Rang erreicht, die gemeinsam die Entwicklung von Verbindungen und Werkstoffen mit funktionellen Eigenschaften und die Ausarbeitung von Prozessen unter der Maßgabe nachhaltiger Entwicklung verfolgen. Außerdem besteht für die Studierenden die Möglichkeit, einen Teil ihrer Studienzeit an einer Partneruniversität im Ausland zu absolvieren.

Zudem fördert die ENSIC den Austausch mit den Biowissenschaften: Studierende der Pharmazie profitieren beispielsweise von der Ausbildung „Pharma Plus“ und die Studierenden der ENSIC können sich für den zweiten Studienabschnitt in den Fächern Medizin oder Pharmazie einschreiben.

ECPM

Die ECPM (Europäische Hochschule für Chemie, Polymere und Werkstoffe) bildet dreisprachige Chemieingenieure aus, schwerpunktmäßig für einen Einsatz in der chemischen Industrie in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Die Absolventen verfügen über eine solide wissenschaftliche und technische Ausbildung in den Bereichen innovative Materialien, Gesundheit, Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie. Sie sind fähig sich in einem interkulturellen und internationalen Umfeld anzupassen.

Die Spezialisierungen der ECPM sind : ihre Dreisprachigkeit (Wissenschaftliche Vorlesungen auf Französisch, Englisch und Deutsch; verpflichtende Teilnahme an Sprachkursen in Englisch sowie Deutsch oder Spanisch; obligatorische Praktika im Ausland), ihre Praxisnähe (40 % der Ausbildungszeit im Labor), eine Ausbildung vornehmlich in Richtung Forschung und Entwicklung (R&D), ihre Praktika- und Projektpolitik (obligatorisches Auslandspraktikum, ein Innovativprojekt und ein Abschlussprojekt am Ende des Studiums).

Über die Spezialisierungen (Analytik, Molekularchemie, Polymere und Materialwissenschaften) hinaus wird der Anspruch als europäische Hochschule durch eine internationale Studierendenschaft sowie ein internationales Lehrpersonal bekräftigt. Durch den Unterricht von Grundlagen in Sozialwissenschaften und Wirtschaft, der Zusammenarbeit mit der Industrie, den Praktika und diversen Mikroprojekten erwerben die Studierenden sehr gute Kenntnisse im Bereich der europäischen Industrie.

Die ECPM ermöglicht ihren Studierenden weiterhin einen direkten Kontakt zur aktuellen Spitzenforschung, die dank einer starken Forschungsföderation an den renommierten und international bekannten Instituten und Forschungszentren auf dem Campus praktiziert wird.

Am Ende des Hochschulstudiums verfügen die Studierenden über eine hervorragende Ausbildung, die es ihnen erlaubt, hohe Positionen in Forschung und Wirtschaft einzunehmen. Die Chemieingenieure der ECPM genießen eine polyvalente Ausbildung, die es ermöglicht, in verschiedensten Wirtschaftsbereichen tätig zu werden und dort ihre Fähigkeit zu Innovationen unter Beweis zu stellen.